Ausstellungstipp: „CRASH“, Lee Bul im Gropius Bau Berlin

Noch bis zum 13. Januar 2019 zeigt der Gropius Bau die erste Soloschau der koreanischen Künstlerin Lee Bul (geb. 1064 in Südkorea). Lee Buls vielfältiges Schaffen zwischen Performance- und Installationskunst erforscht Träume, Ideale und Utopien, die von futuristischen Theorien und Science-Fiction, Bioengineering und visionärer Architektur beeinflusst sind. „Crash“ ist eine Ausstellung, die als Erleb- nisparcours die Besucher*innen in ihren Bann zieht und mit experimentellen Ausstellungsstücken begeistert.

Ausstellungstipp: „James Turrell – The Subject of Light“ im Museum Frieder Burda in Baden-Baden

Foto oben: James Turrell, Curved Wide Glass (rot), 2018 © James Turrell, Foto Florian Holzherr

Wer in James Turrells Lichträume eintaucht, macht eine magische Erfahrung: Das farbige, sich verändernde Licht lässt den Raum unendlich erscheinen. Mit „The Substance of Light“ präsentiert das Museum Frieder Burda eine in enger Zusammenarbeit mit dem 1943 in Los Angeles geborenen Künstler konzipierte Werkschau.

Eva & Adele: „Wo wir sind, ist Museum …“

Wenn sie erzählen,  dass sie „aus der Zukunft kommen“ mit ihrer Liebenswürdigkeit, in ihrer Einzigartigkeit, dem gezielt entwaffnenden Lächeln und einer neu definierten Geschlechterrolle, muss man sich in der Tat keine Sorgen um das Morgen machen. Bei ihnen lösen sich strenge, auch manches Mal leidvolle Kategorisierungen von Mann und Frau auf und fließen in eine eigene Dimension: Eva & Adele als eine neue Einheit. Gender war gestern. Geschlechterrollen? Damit wird nur noch gespielt.

Solo Show „REVEALING“ von Peer Kriesel im mz project room maia zinc in Berlin-Schöneberg

Es wimmelt nur so von Figuren in den Bildern von Peer Kriesel: Fratzenhafte, karikaturartige Fabelwesen bewegen sich über-, neben- und miteinander, gemalt und fein gezeichnet. Dazwischen schieben sich geometrische Formen, wie in der neuen, großformatigen Arbeit „Autokorrektur“, 2018 zu sehen, die dem Betrachter einen Moment der Ruhe, einen Anker im Gewirr bieten (Making of von „Autokorrektur). Dann geht der groteske Tanz der Körper und Köpfe weiter, der mitunter Parallelen zu spätmittelalterlichen Meistern wie Hieronymus Bosch eröffnet oder an gesellschaftskritische Portraits von George Grosz erinnert.